SPI Blog

Was uns bewegt...


Ausgezeichnet!

Zunächst mal: ein glückliches Neues Jahr. Für Sie und für und uns. Wir bloggen nicht nur, wir meinen es ernst. SPI GmbH ist als eines der ersten Unternehmen mit dem Zertifikat "Zukunftsfähige Unternehmenskultur" der Initiative Neue Qualität der Arbeit ausgezeichnet worden.

Mitarbeiter definieren heute zu Recht andere Prioritäten als frühere Generationen vor ihnen, auch wir selbst. New Work, Agilität, Dynamik, Selbstverwirklichung und Work-Life-Balance haben - besonders auch bei den jüngeren MitarbeiterInnen, die gerade dabei sind, eigene Familienstrukturen zu gründen - eine viel größere Relevanz als zu der Zeit, zu der ich selbst hier bei SPI eingestiegen bin. Damals... Aber Zeiten und Ansprüche ändern sich. Soziologische und gesellschaftliche Vorstellungen, Definitionen und Erwartungen wirken. Früher hieß es "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen...". Ist diese Auffassung heute noch so verbreitet? Wir möchten das nicht. Wir möchten, dass die so formulierte Trennung der Bereiche aus dem kollektiven Gedächtnis verschwindet. Ein zu hoher Anspruch?

Ansporn genug jedenfalls, am Audit "Zukunftsfähige Unternehmenskultur" teilzunehmen. Die Begründung: Wir wollen gemeinsam eine Unternehmenskultur definieren, in der wir uns allen einen fairen Interessenausgleich untereinander und miteinander ermöglichen und in der wir unsere Freiräume und die Strukturen für kreatives Arbeiten mitbestimmen.

Es bildete sich zunächst eine überschaubare, initiale AG, deren Ziel darin bestand, Kollegen und Kolleginnen für bestimmte Themen zu sensibilisieren. Zum Zeitpunkt X entschieden sich die KollegeInnen dann, in Teams an verschiedenen Schwerpunkten zu arbeiten. Alle. Das heißt, es gab niemanden, der sich nicht irgendwo mit eingebracht hat. Vielleicht anfangs vereinzelt zögerlich, letztlich mit Interesse und Überzeugung. Die Herausforderung haben wir als Chance genutzt, in Themen, mit denen wir uns sonst nicht befassen müssen, einzusteigen, Vorstellungen zu schärfen und nach für die Gesamtheit positiven Ergebnissen und Definitionen zu suchen. In vielen Fällen wurden Fragebögen entwickelt oder zumindest Umfragen getätigt, um abzugreifen, wie die KollegInnen die verschiedenen Themen verstanden, wo Kommunikationslücken bestanden, welche Erwartungen formuliert würden und an also welchen Stellschrauben gedreht werden müsste, um die Zusammenarbeit und die Begeisterung für die eigene Arbeit zu optimieren. Es ging darum, gemeinsam eigenverantwortlich (also eben nicht nach Vorgaben "von oben") zu definieren, wie wir bei SPI arbeiten wollen und werden. Zu insgesamt 11 Themen bildeten sich kleine Teams, die mit unterschiedlichen Herangehensweisen Maßnahmen entwickelt und umgesetzt haben. Schwerpunkte der Teamarbeit waren Modernisierung des Arbeitsumfelds, Realisierung von Homeoffice-Arbeitsplätzen, Verbesserung des Informationsflusses, Weiterbildung und Modernisierung des Rekrutierungsprozesses. Themen, die nun nicht als "abgehakt" weggeheftet werden, sondern an denen jetzt weitergearbeitet wird.

Das alles haben wir on-the-fly, also im Rahmen unserer regulären Arbeitszeit untergebracht. Ein mutiger Versuch. Man glaubt es zunächst vielleicht nicht, aber das geht. Wir haben in dieser Zeit keine Arbeitsergebniseinbußen registriert. Jede(r) Einzelne fühlte sich demnach genauso verpflichtet, seinen/ihren definierten, alltäglichen beruflichen Aufgaben nachzukommen, wie sonst auch. Wir haben alle wahrscheinlich ein bisschen mehr gearbeitet als sonst -  das haben wir nicht gemessen - , damit zugleich aber einen großen Schritt nach vorn zu einer neuen "Unternehmenskultur der gelebten Mitbestimmung" getan und bewiesen, dass man dafür langfristig keine Abstriche in anderen Bereichen in Kauf nehmen muss. Im Gegenteil.

Gut, fairerweise sollte ich erwähnen, dass wir ein Gesamtteam aus 40 Menschen bilden. Überschaubar also. Das was wir hier vorgeführt haben, mag sich in größeren Organisationen nicht ohne ein aufwändigeres organisatorisches Rahmenwerk realisieren lassen. Allerdings werden sich der "Aufwand" und der daraus resultierende Nutzen sicher beziffern, und letztlich als Gewinn verbuchen lassen.

Das Audit der Initiative Neue Qualität der Arbeit hat uns gezeigt, wo wir uns verändern wollen und hat wichtige Themen greifbar gemacht. Bereits jetzt haben wir eine gemeinsam definierte Basis für ein erfolgreiches, zukunftsfähiges Team. Einzelne Beteiligte lernten vielleicht zum ersten Mal, was es bedeutet, unternehmerisch zu denken und Verantwortung über den eigenen Arbeitsbereich hinaus zu übernehmen. Wir betrachten dies für uns alle als einen großen Gewinn. Unternehmen müssen sich - auch und gerade unter dem Aspekt "Attraktivität als Arbeitgeber" - neuen Herausforderungen stellen. Die Auszeichnung der vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderten Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Ihnen allen ein glückliches, neues Jahr!

Ihr Christian Burdorf

 

Neuen Kommentar schreiben

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
CAPTCHA
Diese Abfrage prüft ob Sie ein echter Besucher sind um Spam vorzubeugen.