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Das Barcamp oder: Die Unkonferenz

Ich gestehe, als ich das erste Mal von einem Barcamp gehört habe, fand ich das Konzept total bescheuert. „Ein Barcamp ist eine Unkonferenz“ – hä? Was soll denn das sein? Also es ist nicht so, dass ich das Prinzip mit dem Gegenteil nicht verstanden habe: Geduld und Ungeduld, Wetter und Unwetter. Aber was soll das Gegenteil einer Konferenz sein? Keine Konferenz?

Das erste Mal gehört habe ich davon bei der IHK zu Lübeck, die im letzten Jahr ein solches Barcamp veranstaltet hat. Wenn die IHK sowas macht, muss das irgendwie Sinn machen. Die Suchmaschine im Internet musste her: „Was ist ein Barcamp?“ Als Antwort bekam ich die Information, dass ein Barcamp (oder die „Unkonferenz“) eine offene Tagung zu einem bestimmten Themenfokus ist. Der Inhalt der einzelnen Vorträge, Workshops oder anderweitiger Sessions wird aber im Gegensatz zu klassischen Konferenzen nicht schon im Vorfeld geplant. Vielmehr ergibt sich das Programm durch die Teilnehmer selbst. Jeder Teilnehmer kann Sessions anbieten oder sich für angebotene Beiträge anmelden. Jede Session wird mit einer gemeinsamen Diskussionsrunde abgeschlossen. Das eigentliche Programm der etwas anderen Konferenz ergibt sich also erst vor Ort.

Diese Beschreibung hat es im erstem Moment nicht wirklich besser gemacht. Ich höre so oft, dass Leute ja so wenig Zeit haben im Job und im Privatleben auch und überhaupt. Und dann geht man auf eine Veranstaltung, bei der man keine Ahnung hat, was am Ende des Tages rauskommt? Macht immer noch keinen Sinn! Dann habe ich aber Fotos und Videos vom Barcamp des letzten Jahres gesehen und was soll ich sagen: da waren Teilnehmer und nicht wenig. Und in Interviews erzählten sie, dass das Format toll sei und sie so viel mitgenommen haben.

Am 01. und 02. Dezember 2017 findet die zweite Auflage des Barcamps von der IHK zu Lübeck statt. Mittlerweile finde ich das Format sehr interessant, unter anderem weil:

  • es endlich mal etwas Anderes ist
  • man selbst aktiv mitgestalten kann
  • auch mal andere Speaker speaken dürfen, als bei den teuren Konferenzen
  • nur die Sessions stattfinden, die auch wirklich auf Interesse stoßen
  • man schon allein durch eine gemeinsame Vorstellungsrunde viel besser miteinander ins Gespräch kommt, als bei „richtigen“ Konferenzen
  • man erfährt, welche Themen eigentlich andere interessiert
  • der Rahmen für tiefere Diskussionen geschaffen wird, anstatt nur Berieselung

Damit das Barcamp für die Teilnehmer kostenlos angeboten werden kann und auch für das leibliche Wohl gesorgt ist, wird es von Sponsoren unterstützt. Und natürlich schreibe ich das hier explizit, weil auch SPI dort als Sponsor in Aktion tritt. Vielleicht habe ich ja den einen oder anderen neugierig gemacht und wir sehen uns Anfang Dezember in Lübeck. Würde mich freuen.

Hier kommt noch der Link zur Veranstaltung mit allen Infos sowie den Bildern des letzten Jahres!

 

Bis dahin alles Gute,

Ihre Sandra Boldt

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