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Was hat die Bikinifigur mit Agilität zu tun?

Ach ja, der Sommer ist ja. Merkt man zwar nicht immer, aber zumindest sagt es der Kalender. Und ich merke es daran, dass ich ab morgen Urlaub habe. Und wie jedes Jahr entkam ich auch dieses Mal kurz vor meinem Urlaub nicht den unzähligen Artikeln zum Thema „Wie bekomme ich eine Bikinifigur?“

Abnehmen, da muss es doch auch eine App für geben. Nicht, weil ich es nötig hätte oder so, einfach rein interessehalber… Und naja, wenn ein bis zwei Kilo weniger dabei rausspringen, ist es ja nicht verkehrt. Jedenfalls sahen ein paar der Apps ganz brauchbar aus. Die erste, die ich ausprobiert habe, hatte einen mächtigen Funktionsumfang. Es gab eine riesige Datenbank – von bestimmten Wurstsorten aus diesem oder jenem Supermarkt oder Discounter bis hin zum Burger in der Fastfood-Kette seines Vertrauens sind dort wirklich unglaublich viele Lebensmittel mit ihren Kalorienzahlen gespeichert. Krass, wer das wohl alles dort eingetragen hat? Und das kostenlos!

Leider ist die App bei mir schon beim Anmeldevorgang durchgefallen. Ich sollte mich mit vollständiger E-Mailadresse oder Facebook registrieren und sonst noch viel zu viele weitere Daten über mich preisgeben. Es gab sogar die Option, seine Erfolge auf Facebook zu posten. Super Idee: „Hallo Facebook-Kontakte, ich bin's. Ich habe Figurprobleme. Habt Teil daran, wie ich abnehme… oder auch nicht.“ Nein, bestimmt nicht.

Ich suchte also andere Apps, ohne Registrierung. Und das war gar nicht so einfach. Die meisten Tools wollten doch erstaunlich viele Daten von mir. Man könnte denken, ich würde die kostenlosten Apps mit meinen Daten bezahlen, aber das ist natürlich Quatsch. Ich wurde jedenfalls fündig und lud mir eine andere App herunter. Der Funktionsumfang war deutlich geringer und man musste schon ein wenig mehr Aufwand betreiben, um die Kalorienzahl der Speisen auszurechnen. Aber das war es mir wert. Die ersten zwei Tage habe ich auch fleißig eingetragen, am dritten und vierten zumindest noch nachgetragen und am fünften alles so Pi mal Daumen… ich habe es keine Woche durchgehalten, nicht abgenommen und sogar geschummelt.

Mit oder ohne App, Kalorienzählen ist nicht mein Ding. Wozu auch? Ich weiß doch ganz genau, was ich essen muss, um abzunehmen. Ich hatte einfach keine Motivation. Und dann fiel mir auf, dass ich eine ganz andere Art App benötige: ein Tool, das mir jeden Tag Motivation gibt. Habe ich nach einigem Suchen auch gefunden. Die ist gar nicht vordergründig fürs Abnehmen gedacht, aber für mich passt sie super.

Herauszufinden, was der Kunde eigentlich wirklich braucht, das ist eines der Dinge, mit denen wir uns täglich beschäftigen. Deshalb ist unser Consulting-Team neben dem Spezifizieren von Systemen auch ganz viel mit Beratung beschäftigt. Die Agilen Methoden können bei vielen Projekten helfen, genau das zu entwickeln, was der Kunde benötigt. In kleinen Entwicklungszyklen werden einzelne Funktionen umgesetzt und können im Anschluss direkt vom Kunden getestet und ggf. angepasst werden. Agiles Vorgehen und Prototypen helfen nicht, Fehler und Missverständnisse gänzlich zu vermeiden. Aber sie fallen viel früher auf. Und das ist für alle Beteiligten natürlich besser, als nach langer Entwicklungszeit ein Produkt zu haben, das so keiner braucht. Das Prinzip des Prototyping kann auch für andere Bereiche als die Softwareentwicklung sehr sinnvoll eingesetzt werden. Davon berichte ich in einem meiner nächsten Blogeinträge.

Aber jetzt mach ich mit meiner Fast-Bikinifigur erst einmal Sommerpause. Bis in vier Wochen.

Ihre Sandra Boldt

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